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„Erfindung – das einzig unverkennbare Zeichen der Genialität.“ (Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues)

 Preisträger

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die PreisträgerInnen der vergangenen Jahre.

Erfolgsstorys

Jedes Jahr stellen wir nachfolgend Erfolgsstorys, die sich seit der Ideeneinreichung beim "Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz®" entwickelt haben, zusammen. Den Weg bis dahin dokumentieren wir in Form eines Interviews mit den Ideeneinreichern.

 

Erfolgsstory 2018: Gyro-Tasse - Sophia Wagner und Milan Unterfenger im Interview

Die Gyro-Tasse ist eine Erfindung speziell für Parkinsonkranke. Wie seid Ihr auf diese spezielle Idee gekommen? Was waren eure Beweggründe?

Wir beide sind bei Jugend Forscht und haben im Rahmen eines Brainstormings vom Gyroskope Sensor erfahren. Mein Vater hat eine Praxis für Physiotherapie. Dort werden auch Parkinson Patienten behandelt. Da haben wir uns gedacht, dass es doch ganz sicher eine Möglichkeit gibt den Menschen dabei zu helfen, einen Schluck ohne das Verschütten der Flüssigkeit zu trinken.

 

In eurer Tasse steckt, wie bei RTL gesehen, eine ganze Menge Technik. Woher wusstet Ihr wie Ihr die Tasse bauen müsst? Hattet Ihr externe Hilfe bei der Umsetzung eurer Idee?

Zunächst einmal haben wir natürlich viele Dinge selbst ausprobiert. Das hat natürlich nicht immer alles perfekt geklappt. Hilfe hatten wir von unserem Betreuer und auch durch das Internet. Das Internet hat uns zum Beispiel sehr im Punkto Verkabelung geholfen.

 

Wie seid Ihr auf den Wettbewerb gestoßen?

Bei Jugend Forscht wird man oft über Wettbewerbe informiert und nimmt regelmäßig an ihnen teil. Unser Projektbetreuer hat uns dann explizit auf den Ideenwettbewerb hingewiesen. Das Lustige hierbei ist jedoch, dass wir den Wettbewerb nach unserer Bewerbung etwas vergessen hatten und plötzlich eine E-Mail von Ihnen bekommen haben, in welcher stand, dass wir gewonnen haben. Die Nachricht zog natürlich eine große Überraschung, als auch Freude mit sich!

 

Wie hat euch die Teilnahme weitergeholfen?

Das Beste war, dass wir uns natürlich sehr bestätigt gefühlt haben. Motivation und Ehrgeiz werden dadurch natürlich zusätzlich gestärkt. Durch den Wettbewerb konnten wir dann auch bei RTL in der neuen Show „5.000 EUR – Hol dir die Kohle für deine Idee“ auftreten. Bei RTL zu gewinnen, was auch richtig toll. Es hilft einem einfach unglaublich weiter und man sammelt weiter tolle Erfahrungen.

 

Ihr habt euch den Nachwuchssonderpreis verdient.  Habt ihr dadurch ein Netzwerk an Partnern / Sponsoren / Unterstützern gefunden?

Durch den Preis sind wir ja auch weiter zu RTL gekommen. Hierdurch entstanden viele neue Kontakte und Beziehungen. Beispielsweise konnten wir den Kontakt zu einer Parkinsongruppe aufbauen und wurden sogar eingeladen dort unsere Gyro-Tasse im Januar nächstes Jahr vorzustellen. Wir erhoffen uns dadurch viele neue Tipps für unsere Idee.

 

Euer Tipp für Ideengeberinnen bzw. Gründerinnen?

Das Wichtigste ist schlicht die Motivation und es wirklich zu wollen. Wenn man von seiner Idee überzeugt ist, dann lohnt es sich auch dafür hart zu kämpfen. Außerdem muss man sehr viel Zeit mit sich bringen. Personen zu kennen oder zu finden die sich zum Beispiel mit Technik auskennen ist weiterhin von großem Vorteil.

Jedoch, um wirklich seine Idee zu verwirklichen muss man, auch wenn es mal nicht so läuft, hart daran arbeiten immer und wirklich immer dran zu bleiben. Es gilt immer weiter zu machen, egal was passiert.

 

Investiert Ihr noch viel Zeit für Eure Tasse, Ihr geht immerhin noch immer zur Schule?

Wir gehen mindestens einmal die Woche zu Jugend forscht. In den Ferien natürlich deutlich öfter. Vor Wettbewerben geben wir jedoch besonders viel Gas. Wenn wir mal nicht zu Jugend forscht gehen, suchen wir uns trotzdem immer neue Sachen beispielsweise zum Thema Programmierung raus. Wir entwickeln zum Beispiel gerade eine App die in der Lage ist den Flüssigkeitsstand zu messen und die Patienten ans Trinken zu erinnern.

 

Wie sind eure Pläne für die Zukunft? Bzw. Wo seht ihr euch in ca. 5 Jahren?

Wir wollen unsere Tasse weiter testen und öfter Versuchen können. Unser absoluter Traum wäre es natürlich die Tasse eines Tages im Verkauf anbieten zu können und damit vielen Menschen das Leben mit Parkinson zu erleichtern. Dazu brauchen wir natürlich weitere Sponsoren und Investoren. Für unsere Idee kämpfen wir weiter und freuen uns sehr auf die Zukunft.

 

Erfolgsstory 2017: EYEVIDO GmbH -  Dr. Tina Walber im Interview

Wie seid Ihr auf Eure Idee gekommen? Was waren Eure Beweggründe?

Unser Gründungsthema haben wir im Rahmen unserer wissenschaftlichen Arbeit an der Uni entwickelt. Wir waren drei Kollegen die sich mit Eyetracking beschäftigt haben und hatten das Ziel, die Nutzung dieser Technologie zu vereinfachen.

 

Hattet Ihr (externe) Hilfe bei der Umsetzung Eurer Idee?

Wir hatten ein EXIST-Gründerstipendium, das uns ermöglicht hat unser Produkt bis zur Marktreife zu entwickeln.

 

Wie seid Ihr auf den Ideenwettbewerb aufmerksam geworden?

Wir hatten an der Uni einen Flyer gesehen.

 

Habt Ihr im Zuge des Ideenwettbewerbs ein Netzwerk an Partnern / Sponsoren / Unterstützern gefunden?

Wir haben einen ersten Pilotkunden gefunden, der uns Feedback zum damaligen Entwicklungsstand gab. Außerdem haben wir von der Auszeichnung bei der Suche nach Investoren profitiert. Der erste Kontakt zu unserem Investor entstand bei der Preisverleihung.

 

Würdet Ihr den Ideenwettbewerb weiterempfehlen?

Ja, alleine das Ausarbeiten und Aufschreiben der Idee bringt viel Klarheit.

 

Habt Ihr noch weitere Ideen umgesetzt oder konzentriert Ihr Euch auf die eine Idee?

Wir haben vor drei Jahren unser Unternehmen gegründet und entwickeln unsere Idee entsprechend den Kundenwünschen weiter.

 

Habt Ihr Euren beruflichen Werdegang auf die Idee ausgelegt?
Ist die Arbeit an der Idee Euer Hauptaufgabengebiet oder arbeitet Ihr „nur“ nebenbei an der Idee?

Wir sind hauptberuflich für unser Start-up tätig und haben vier Angestellte.

 

Wo seht Ihr Euch und Eure Idee in fünf Jahren?

Wir möchten uns weiter vergrößern und unser Produkt auch international auf den Markt bringen. In fünf Jahren möchten wir DAS Tool für die Durchführung von Eyetracking-Studien sein.

 

Schlusswort von Dr. Tina Walber:

Seit der Teilnahme am Ideenwettbewerb sind wir einen weiten Weg gegangen. Gerade in der frühen Phase unserer Gründung hat der Wettbewerb eine wichtige Rolle gespielt. Danke an dieser Stelle an die Organisatoren!

 

Weitere Informationen unter www.eyevido.de.

 

Erfolgsstory 2016: Nach dem Abitur zum Geschäftsführer - Pascal Lindemann im Interview

Wie seid Ihr auf Eure Idee gekommen? Was waren Eure Beweggründe?
Die Problemstellung stammt von Herrn Dr.med. Eric Hanke, Leiter der Handchirurgie der Uniklinik in Mainz.

Trotz aller Vorkehrungen seitens der Klinik, kommt es immer wieder vor, dass Patienten nach vier Wochen ihre Finger immer noch nicht bewegen können. Ein Grund dafür ist vor allem das sie, auf Grund des Therapeutenmangels, alleine Zuhause trainieren müssen. Nun war es die Aufgabe dem Mangel an Therapeuten entgegen zu wirken und so kamen Herr Lindemann und sein Team auf die Idee ein Fingertherapiegerät zu entwickeln, welches den Patienten ein effektives Training von Zuhause ermöglicht.

Herr Lindemann entwickelt für seine Teilnahme am Jugend-forscht Wettbewerb eine Roboterhand. Seine nächste Idee war es, diese Roboterhand in eine Handprothese weiterzuentwickeln. Da der Bedarf an Handtherapie jedoch größer war, entstand aus der ursprünglichen Idee einer Prothese ein Gerät zur effektiven Handtherapie.

 

Hattet Ihr (externe) Hilfe bei der Umsetzung Eurer Idee?

Am Anfang gab es keine externen Hilfen berichtet Herr Lindemann. Im Mai und Juli beteiligten sich mehrere Investoren an dem Startup. Seitdem kommt LIME in schnellen Schritten voran. Die Finanzierung des Vorhabens war ein enorm wichtiger Schritt, um aus der Idee ein Produkt entwickeln zu können.

 

Wie seid Ihr auf den Ideenwettbewerb aufmerksam geworden?

Nachdem Anfang 2016 der erste Prototyp fertig war, musste im Anschluss der Fokus auf ein umfangreiches Feedback gelegt werden. Bei der Recherche nach Wettbewerben ist ihnen der „Ideenwettbewerb-Rheinland-Pfalz®“ aufgefallen. Eine Anmeldung wurde direkt abgesendet.

                                                             

Habt Ihr im Zuge des Ideenwettbewerbs ein Netzwerk an Partnern / Sponsoren / Unterstützern gefunden?

„Ja. Da kann man den Ideenwettbewerb sehr loben. Das war der Wettbewerb, der uns in der Anfangsphase vom Netzwerk am meisten geholfen hat.“ sagte Herr Lindemann.

Er betonte: „Durch den Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz® sind wir zu einem Startup geworden. Der Wettbewerb war ein sehr wichtiges Sprungbrett für unser Unternehmen.“

Herr Lindemann empfiehlt den Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz® sehr aufgrund der Unterstützung, die man für die nächsten Schritte in das eigene Unternehmen erhält.

  

Würdet Ihr den Ideenwettbewerb weiterempfehlen?
Nach diesem Erfolg ganz klar: Ja.

 

Habt Ihr noch weitere Ideen umgesetzt oder konzentriert Ihr Euch auf die eine Idee?

„Muss ich beides mit Ja beantworten. Auf der einen Seite diskutieren wir immer wieder neue Ideen, allerdings sollte man den Fokus immer auf eine Idee legen und dort alle Energie investieren, damit die Umsetzung auch klappt“.

 

Habt Ihr Euren beruflichen Werdegang auf die Idee ausgelegt?
Ist die Arbeit an der Idee Euer Hauptaufgabengebiet oder arbeitet Ihr „nur“ nebenbei an der Idee?

„Wir stecken alle Zeit, die uns zur Verfügung steht, in das Startup. Man muss dazu sagen, es ist mehr als ein Fulltime-Job. Eine Art „40 Stunden-Woche“ gibt es nicht wirklich.“, berichtet Herr Lindemann

 

Wo seht Ihr Euch und Eure Idee in fünf Jahren?

In fünf Jahren sieht sich das LIME medical Team mit ihrem fertig entwickelten Produkt auf dem europäischen- und US-amerikanischen Markt erfolgreich vertreten. Sie möchten eine Vielzahl an Kunden gewinnen, begeistern und vor allem den Kunden bei einer effektiven und erfolgreichen Handtherapie helfen. Zudem möchte das Startup sein Produkt stetig weiterentwickeln und den momentanen technischen Vorsprung weiter ausbauen. 

 

Schlusswort von Pascal Lindemann:

„Am Anfang stellt man sich die Dinge oftmals schwieriger vor als sie sind. Der Schlüssel zu den bisherigen Erfolgen lag für uns darin, einfach loszulegen“.

 

Weitere Informationen unter www.lime-medical.de.